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Was sind Geodaten?

Mit digitalen Geodaten kann man unsere (Um)welt von gestern, heute und morgen in Karten darstellen und am Bildschirm oder auf Papier maßstäblich ansehen. Praktisch alles was man mit geeigneter Software auf einer Karte räumlich verorten kann sind Geodaten, wie z.B. auch Postadressen.
 

Welche Arten von Geodaten unterscheidet man?

  • Geobasisdaten sind grundlegende amtliche Geodaten. Sie bilden die Basis für Fachkarten und thematische Karten.
  • Geofachdaten sind Daten aus verschiedensten Themenbereichen die sich in Karten darstellen lassen, z.B. aus dem Bereich Stadtplanung & Bauen, Umweltschutz, Demographie, Bildung und Soziales. Auch Adressen sind Geofachdaten, denn sie lassen sich als Punkt in einer Karte auch darstellen.
     

Beispiele für Geobasisdaten der Stadt Ulm

Ausschnitt aus dem Cityplan der Stadt Ulm 10.000 der Stadt Ulm 20.000 der Stadt Ulm Ausschnitt aus dem Luftbilder Stadt Ulm von 2010
 

Beispiele für Geofachdaten der Stadt Ulm

  • Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete
  • Bebauungspläne
  • Jagdbezirke
  • Stadtbiotopkartierung
  • Karten zur Bevölkerungsentwicklung in den Stadtteilen
  • Adressen von Pflegeheimen
  • u.v.m.
     

Rasterdaten versus Vektordaten

Rasterdaten entstehen durch Scannen von Plänen, Luftaufnahmen der Erdoberfläche oder beim Export von Karten aus verschiedensten PC-Programmen in verschiedene Rasterdatenformate. Heute gängige Rasterdatenformate sind z.B. TIFF, JPG, PNG, GIF. In einer Rasterkarte stellen die Gesamtheit aller Bildpunkte (Pixel) eine lageverortete Karte dar. Im Gegensatz zu Vektrodaten kann man bei einer Rasterkarte mit einem Mausklick i.d.R. keine weiteren Informationen abfragen oder die Kartographie dynamisch ändern. Im Sprachgebrauch spricht man deswegen oft von "dummen Rasterdaten".

Vektordaten unterscheiden sich von Rasterdaten vor allem dadurch, dass beliebige Sachinformationen zu jeder Linie, Punkt oder Fläche eingegeben werden können. Bei Vektordaten spricht man oft von "intelligenten Daten", da sie abfragbar und automatisiert auswertbar sind.
Vorteile von Vektordaten:

  • Werden beim Hineinzoomen nicht pixelig
  • An die Objekte können Sachinformationen geknüpft werden
  • die Darstellung kann beliebig abhängig von den hinterlegten Sachinformationen dynamisch geändert werden
  • Anzahl, Flächengröße oder Länge in Metern kann problemlos berechnet / augegeben werden
  • Es können einzelne Objekte akutalisiert werden, ohne dass der ganze Datenbestand neu exportiert werden muss